Hunger-Nothilfe aufgestockt

Soziales

Bundesentwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul hat angekündigt, die Nahrungsmittel-Nothilfe um zusätzliche 10 Millionen Euro aufzustocken. Steigende Lebensmittelpreise bedeuten für die Ärmsten der Armen in der Welt, dass sie so wenig Geld hätten, "dass sie höhere Preise einfach nicht bezahlen können", so die SPD-Politikerin am Mittwoch im Deutschen Bundestag.

Um akute Hungerkatastrophen zu verhindern habe sie auf "schnelle Antworten" gedrängt, sagte Heidemarie Wieczorek-Zeul. Sie wies darauf hin, dass auch andere Länder dem Aufruf des Welternährungsprogramms zu mehr internationaler Hilfe nachkommen und rief die Staatengemeinschaft zu weiterem gemeinsamen Handeln auf.

Bereits im März 2008 hatte das Bundesentwicklungsministerium die Nahrungsmittel-Nothilfe zusätzlich zum jährlichen Beitrag von 23 Millionen Euro für das Welternährungsprogramm um 3 Millionen Euro und im April um weitere 10 Millionen Euro erhöht.

Immer wieder hatte das Welternährungsprogramm in den vergangenen Wochen gemahnt, dass Nahrungsmittelhilfen für Bedürftige rationiert werden müssen, wenn die internationale Gemeinschaft nicht mehr Mittel zur Verfügung stellt. Insbesondere die gestiegenen Lebensmittelpreise bereiten dem Welternährungsprogramm große Probleme. Die gestiegene Nachfrage nach Nahrungsmitteln, der Klimawandel und die vermehrte Verwendung von Flächen zum Anbau von Agrarkraftstoffen haben zu einem beträchtlichen Anstieg der Lebensmittelpreise geführt.

Diese Preissteigerungen treffen besonders die Ärmsten der Armen, die so wenig Geld haben, dass Ihnen kein Spielraum bleibt. Für diese Menschen und besonders für die Armen in städtischen Gebieten bedeuten höhere Preise: Der Hunger nimmt zu. Länder, die auf Nahrungsmittelimporte angewiesen sind, geraten zunehmend in Schwierigkeiten, die lokale Nachfrage zu befriedigen.

Nahezu alle afrikanischen Länder sind Nettoimporteure von Nahrungsmitteln. Nach Angaben der Weltbank drohen bereits in 33 Ländern Unruhen und Instabilität auf Grund der Preissteigerungen. Für viele Länder befürchtet sie, dass durch die gestiegenen Nahrungsmittelpreise die Fortschritte der letzten fünf bis zehn Jahre beim ersten Millennium Entwicklungsziel - die Halbierung von Armut und Hunger - in kürzester Zeit wieder zunichte gemacht werden.

 
 

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