Gegen "Karawanen-Kapitalismus"

Arbeit und Wirtschaft

Peer Steinbrück
Peer Steinbrück

Der stellvertretende SPD-Vorsitzende, Bundesfinanzminister Peer Steinbrück, hat vor einem Karawanen-Kapitalismus und hoch risikobehafteten Finanzmärkten gewarnt. Manager müssten sich ihrer Vorbildfunktion bewusst sein. Andernfalls drohe die "Akzeptanz der sozialen Marktwirtschaft in immer weiteren Teilen unserer Gesellschaft unterminiert" zu werden.

Scharf kritisierte Steinbrück die Entscheidung des Nokia-Konzerns, das Bochumer Werk schließen zu wollen und damit rund 4.000 Menschen in die Arbeitslosigkeit zu schicken - rotz erhaltener Subventionen in Höhe von insgesamt 88 Millionen Euro. "All das soll nun nicht mehr zählen - nicht etwa, weil das Werk Verluste gemacht hätte, sondern weil es nicht genug Gewinn gemacht hat!" Die "Karawane", schreibt Steinbrück in einem Gastbeitrag für die Frankfurter Rundschau (Mittwochsausgabe), "zieht also weiter zur nächsten Oase und hinterlässt in Bochum die Menschen ihrem Schicksal", beschrieb der stellvertretende Parteivorsitzende die Situation vor dem Hintergrund niedriger Löhne und "frischem Geld" in Rumänien.

Schlecht für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft

Solche Unternehmensentscheidung trügen dazu bei, warnte er, dass die Akzeptanz in der Bevölkerung für die soziale Marktwirtschaft weiter abnehme. In diesem Zusammenhang nannte er auch Korruptionsfälle in Konzernen, Milliardenverluste in "hoch risikobehafteten Finanzprodukten" sowie "Abfindungsexzesse oder offenkundiges Managerversagen". Diese Vorgänge seien "schlecht für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft und nicht weniger für diejenigen, die in Deutschland auf der Basis einer Marktwirtschaft gutes Geld verdienen wollen", mahnte der Finanzminister.

Große Zukunftsaufgabe für die Sozialdemokratie

Steinbrück verwies darauf, dass solche Entwicklungen auch jede Form von Reformpolitik erschwerten, weil sie von vielen Menschen mit Verlusten und Nachteilen gleichgesetzt und dementsprechend diskreditiert werde. Für die Sozialdemokratie ergebe sich damit "die große Zukunftsaufgabe", ökonomisch notwendige Dynamik zu fördern "und gleichzeitig aktiv für den Zusammenhalt der Gesellschaft zu sorgen und dafür, dass mit den Menschen mit Respekt und Würde umgegangen wird".

 
 

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