SPD fordert Stopp des Staatswaldverkaufs in NRW

Umwelt

Svenja Schulze
Svenja Schulze, MdL

Svenja Schulze merkt an, wenn der Wald nur noch in der Hand von Privatbesitzern sei, werde es immer schwieriger, die ökologische Schutz- und Erholungsfunktion des Waldes zu sichern.

"Der Wald in Nordrhein- Westfalen wird den Haushaltsinteressen des CDU- Finanzministers geopfert", warnte Svenja Schulze, umweltpolitische Sprecherin der SPD- Landtagsfraktion, anlässlich des Beschlusses der schwarz- gelben Landesregierung zum Verkauf von Staatswald, der auf Antrag der Sozialdemokraten heute im Umweltausschuss thematisiert wird.

"Hier wird ein kurzsichtiger Einnahmeeffekt der nachhaltigen Forstpolitik vorgezogen. Wenn der Wald nur noch in der Hand von Privatbesitzern ist, wird es immer schwieriger, die ökologische Schutz- und Erholungsfunktion des Waldes zu sichern." Der Staat habe die gesetzliche Aufgabe, das Ökosystem Wald zu erhalten. Ohne eigenen Wald werde der Staat diese Pflicht nicht erfüllen können, betonte Schulze. Schon jetzt seien in NRW rund zwei Drittel des Waldes in Privatbesitz.

"Wir brauchen neben der wirtschaftlichen Nutzung den Wald auch zur Erholung für die Menschen. Hinzu kommt, dass die ökologische Vielfalt und die Pflicht zum Naturschutz auf Staatsflächen leichter zu erfüllen ist, als in rein privatwirtschaftlich betriebenen Forsten", sagte die SPD- Umweltexpertin. Angesichts des Klimawandels, der dem Forst eine wichtige Ausgleichsrolle zuweise, sei das Verhalten der Landesregierung ökologisch fahrlässig. Schulze: "Die SPD im Düsseldorfer Landtag fordert daher den sofortigen Stopp des Staatswaldverkaufs."

 
 

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