Union lässt Familien allein

Familie und Jugend

Elke Ferner
Elke Ferner, MdB

Für eine bezahlte Freistellung zur Organisation der Pflege von Angehörigen sollten sich "im Interesse der Pflegebedürftigen und ihrer Angehörigen" die Union und Familienministerin von der Leyen (CDU) einsetzen. Dafür hat sich die stellvertretende SPD-Vorsitzende Elke Ferner eingesetzt. Die Blockadehaltung des Koalitionspartners sei "absolut familienfeindlich", stellte sie fest.

Ferner erklärte, wenn sich Mütter nach der Entbindung um ihr Neugeborenes kümmern, zahle die Krankenkasse Mutterschaftsgeld. Wenn Eltern ihre kranken Kinder betreuten, würden zehn oder 20 Tage Krankengeld gezahlt. Wenn Eltern dann aber später selbst akut pflegebedürftig werden und Kinder ihre Eltern versorgen müssten, solle es nach dem Willen der Union keinen Anspruch geben, kritisierte sie.

Weil CDU/CSU den bezahlten zehntägigen Pflegeurlaubs dauerhaft blockiert, muss die Reform der Pflegeversicherung vorerst ohne diese Hilfeleistung auf den Weg gebracht werden. Doch die SPD gibt nicht auf. "Wir werden weiter dafür streiten, wie bei den Kindern ein Pflegeunterstützungsgeld zu zahlen. Alt für Jung - Jung für Alt", erneuerte die stellvertretende SPD-Vorsitzende die Position ihrer Partei.

Mit der Reform der Pflegeversicherung will Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) deutliche Verbesserungen für die Situation von Pflegebedürftigen - insbesondere von Demenzkranken - sowie von pflegenden Angehörigen erreichen. Die Pflegeleistungen sollen noch besser auf die Bedürfnisse der Menschen abgestimmt und die Pflegequalität verbessert werden.

 
 

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